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Jugendarbeitsschutzgesetz regelt Ferienjobs - Gefährliche Jobs und Akkordarbeit sind tabu

Tipps für Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen

19.7.2011

Bleistift Fragezeichen
Die Sommerferien stehen vor der Tür und viele Schülerinnen und Schüler wollen in dieser Zeit ihr Taschengeld durch einen Ferienjob auf­bessern. Soweit das Jugendarbeitsschutz- gesetz beachtet wird, ist so ein Ferienjob auch kein Problem. Das heißt: Es sind nur einfache und für Jugendliche geeignete Jobs erlaubt. Das sind Arbeiten, die die Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler nicht übersteigen, die nicht mit Unfallgefahren verbunden sind, und bei denen sie keinen schädlichen Einwirkungen wie z.B. Lärm oder Gefahrstoffen, ausgesetzt sind.

Geeignete Jobs sind z.B. das Einsortieren von Waren in Regale, Aushilfstätigkeiten in der Gastronomie, Telefondienste, das Austragen von Zeitungen und Werbematerial oder ähnliches.

Akkordarbeit und gefährliche Jobs hingegen sind nicht erlaubt. Beispiele: Arbeiten an einer Kreissäge oder in Kühlhäusern, Umgang mit gefährlichen Stoffen wie Laugen oder Säuren.

  • Schülerinnen und Schüler ab 13 Jahren dürfen mit Zustimmung der Eltern leichte Arbeiten ausführen, beispielsweise Zeitungen austra­gen, Babysitten, Nachhilfe geben oder kleine Botengänge erledigen – dies allerdings nur bis zu zwei Stunden täglich.
  • Länger arbeiten dürfen Jugendliche erst ab 15 Jahren. Dabei darf - sofern die Vollzeitschulpflicht (10 Jahre in NRW; bei Gymnasien 9 Jahre) noch nicht abgeleistet ist - im Jahr an maximal 20 Tagen gejobbt werden, pro Woche höchstens an fünf Tagen. Die tägliche Arbeitszeit darf acht Stunden, die wöchentliche 40 Stunden nicht über­schreiten.
  • Nächtliche Arbeit zwischen 20 Uhr und 6 Uhr sowie die Ar­beit an Sonn- und Feiertagen sind tabu. Für Branchen wie Gastrono­mie, Landwirtschaft sowie Tätigkeiten im Gesundheitsdienst und im Bäckereihandwerk gelten Ausnahmen.
  • Nach viereinhalb Stunden Arbeitszeit muss eine Pause von mindestens 15 Minuten gewährt werden. Bei einer Arbeitszeit von viereinhalb bis 6 Stunden beträgt die Gesamtpausenzeit 30 Minuten. Bei einer täglichen Arbeitszeit von über 6 Stunden beträgt die vorgeschriebene Pausenzeit 60 Minuten.
  • Jugendliche sind bei Ferienjobs über den Arbeitgeber unfallversichert. Sie sind nicht nur während der Tätigkeit, sondern auch auf dem Hin- und Rückweg zum Ferienjob gesetzlich unfallversichert - unabhängig von der Dauer der Beschäftigung und der Höhe der Bezahlung.
  • Für die Jugendlichen fallen keine Beiträge zu den Sozialversicherun­gen an.
  • Verstöße von Arbeitgebern gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz gelten als Ordnungswidrigkeit und können in schweren Fällen auch als Straftat verfolgt werden.
Während der Schulzeit dürfen Kinder höchsten zwei Stunden täglich, in der Landwirtschaft höchstens drei Stunden und nicht mehr als fünf Tage in der Woche arbeiten. Grundsätzliche Be­schäftigungsverbote gelten in der Zeit von 18 bis 8 Uhr sowie vor und während des Schulunterrichts.
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Kontakt
Für weitere Fragen können sie folgende Experten der Bezirksregierung Köln ansprechen:

Do. 9 bis 12 Uhr:
Frau Leyendecker
Fon 0221/147-4752
Symbol Email senden

Mo. 14 bis 16 Uhr:
Herrn Mittler
Fon 0221/147-4759
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Materialien
Links zum Beitrag
Quelle: Pressemitteilungder Bezirksregierung Köln und des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales NRW
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