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Besuch ausländischer oder internationaler Schulen

2.1.2009

Schulamt für die Stadt Köln




Schulpflicht besteht nach § 34 Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (SchulG) nicht nur für deutsche, sondern auch für ausländische Kinder und Jugendliche, die im Land ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben. Die Schulpflicht ist grundsätzlich durch den Besuch einer deutschen Schule zu erfüllen.

Eine Ausnahme ist bei Vorliegen eines wichtigen Grundes möglich, insbesondere dann, wenn die Schülerin oder der Schüler

  • sich nur vorübergehend in Deutschland aufhält oder
  • eine ausländische oder deutsche Ergänzungsschule besucht, deren Eignung zur Erfüllung der Schulpflicht das Ministerium für Schule und Weiterbildung festgestellt hat.
Es ist jedoch zu bedenken, dass an ausländischen oder internationalen Ergänzungsschulen nicht die Abschlüsse erreicht werden können, die das deutsche Schulsystem vorsieht. Ein späterer Übergang auf deutsche Schulen kann wegen unterschiedlicher Lehrpläne und Lerninhalte erschwert werden.

Bei den nichtdeutschen Schulen im Sinne des § 34 Abs. 5 SchulG lassen sich folgende Gruppen unterscheiden:

Bei den nichtdeutschen Schulen im Sinne des § 34 Abs. 5 SchulG lassen sich folgende Gruppen unterscheiden:

  • Schulen für die Kinder von Angehörigen der diplomatischen Vertretungen
  • Schulen für die Kinder von Angehörigen der Stationierungsstreitkräfte
  • Sonstige ausländische oder internationale Schulen
  • Schulen im Ausland (Hierbei handelt es sich im Allgemeinen um ausländische Schulen, die sich in unmittelbarer Nähe der deutschen Grenze befinden.)

Grundsätze

Nicht nur für ausländische, auch für deutsche Kinder kann eine Ausnahmegenehmigung zum Besuch einer ausländischen oder internationalen Schule unter folgenden Voraussetzungen erteilt werden:

Das Kind soll eine anerkannte ausländische oder anerkannte internationale Schule im Sinne des § 118 SchulG besuchen.

Soll eine nicht anerkannte ausländische oder nicht anerkannte internationale Schule besucht werden, müssen in der Primarstufe besonders wichtige Gründe vorliegen, die nach Abwägen aller Umstände der Durchsetzung der Schulpflicht in der deutschen Schule vorgehen.

Besonders wichtige Gründe sind z.B. dann anzunehmen, wenn

  • das Kind aus dem Ausland zuzieht, wo es bislang eine ausländische Schule besucht hat und das Kind sich nur vorübergehend im Bundesgebiet aufhält, (z.B. bei nachweislich bevorstehender Umzug ins Ausland u.ä.) oder die Eingliederung in das deutsche Schulsystem nicht möglich ist,
  • das Kind den Schwerpunkt seiner Lebensbeziehungen spätestens nach zwei Jahren im Ausland haben wird und dies glaubhaft gemacht wird (z.B. durch Bescheinigung des Arbeitgebers) oder
  • besondere persönliche Umstände unter Berücksichtigung des deutschen Schulangebots den Besuch einer Schule im Ausland rechtfertigen.
  • In der Sekundarstufe I und II müssen die Erziehungsberechtigten ein berechtigtes Interesse daran haben, dass ihr Kind eine ausländische Schule besucht. Unerlässlich bleibt der Besuch der deutschen Berufsschule, wenn ein Berufsausbildungsverhältnis besteht. Zuständig für Entscheidungen im Bereich der Sek. I und II ist die Bezirksregierung Köln.
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Kontakt
Schulamt für die Stadt Köln
Stadthaus Ost, Willy-Brandt-Platz 3, 50679 Köln (Deutz)

Telefon:
0221/221-29277 und
0221/221-29266

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen:
KVB, DB: Linien 1, 3, 4, 9, 151, 153, S-Bahn, Haltestelle: Bahnhof Deutz/
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