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GUT DRAUF in Schulen

Bewegen, entspannen, essen - aber wie!

1.1.2009

Projektziele

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat - wissenschaftlich fundiert und in enger Zusammenarbeit mit Fachleuten und Kooperations- partnern - auf der Grundlage eines integrierten Aufklärungskonzeptes die Jugendaktion Gut Drauf entwickelt.

Ziel dieser Aktion ist es, das Ernährungs- und Bewegungsverhalten wie auch die Stressbewältigung der Jugendlichen nachhaltig zu verbessern und damit einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheitsförderung zu leisten. In den wichtigsten Lebensbereichen – in der Freizeit, in der Schule, im Sportverein und auf Reisen – sollen Jugendliche gesundheits- bewusste Angebote erhalten, die Spaß machen und gesundheitsgerechtes Verhalten ganz selbstverständlich in den jugendlichen Lebensalltag inte- grieren. Gut Drauf richtet sich vorrangig an Mittlerkräfte der Jugendlichen. Ziel ist es, jegliche Akteure in der pädagogischen Arbeit wie Jugend- arbeiter, Erzieher, Lehrer, Reisebegleiter, Animateure, Sportpädagogen etc. zu befähigen, Gut Drauf Angebote umzusetzen.

Projektinhalte

Gesunde Ernährung, ausreichende Bewegung und Entspannung
sollen zum begleitenden Ereignis des sozialen Lebens der Jugendlichen werden. Das Wechselspiel zwischen den drei Elementen wird erlebbar und die Notwendigkeit, diese im Gleichgewicht zu halten, erfahrbar gemacht. Über jugendliche Bedürfnisse nach Abenteuer, Risiko, körperlicher Selbst- und Grenzerfahrung werden Anreize zu einer bewussten Körperwahr- nehmung gegeben. Jugendliche werden für physische und psychische Befindlichkeiten sensibilisiert, damit sie lernen, eigene Bedürfnisse zu erkennen, einzuordnen und mit ihnen umzugehen. Die Stressbewältigung spielt hierbei eine zentrale Rolle. Gut Drauf legt damit den Grundstein für eine zukunftsorientierte Gesundheitsförderung und steht sowohl für die Verbesserung der Lebensqualität als auch für Krankheitsvorbeugung. Um innerhalb der Lebensbereiche des Jugendlichen eine gemeinsame ganzheitliche Basis für die Gesundheitsförderung und Prävention zu schaffen, setzt Gut Drauf verbindliche Kriterien, um die Qualität ge- sundheitsfördernder Maßnahmen zu sichern. Die Kriterien gelten für alle Maßnahmen, Projekte, Aktionen und Angebote, die unter dem „Label“ Gut Drauf durchgeführt werden. Den Projektpartnern fällt die Aufgabe zu, die Kriterien zu erfüllen und dies anhand von Evaluation zu belegen.

Qualitätskriterien

Gut Drauf zeichnet sich durch 8 Qualitätskriterien aus:

Ganzheitliche Zielsetzung - Ernährung, Bewegung, Entspannung
Gut Drauf-Angebote verknüpfen die Bereiche Ernährung, Bewegung und Entspannung zu einem ganzheitlichen Konzept vor dem Hintergrund eines umfassenden Verständnisses von Gesundheit. Es ist wissenschaftlich belegt, dass sich Ernährungs-, Bewegungs- und Stressverhalten wechselseitig beeinflussen, was bei der Bildung gesundheitsgerechter Verhaltensweisen positiv genutzt wird. Ernährung wird nicht nur als Nahrungsaufnahme verstanden, vielmehr werden die sinnlichen und sozialen Aspekte des Essverhaltens in den Vordergrund gerückt. Gesundes & leckeres Essen soll zum Erlebnis werden, bei dem der Genuss nicht hinter der Gesundheit zurücksteht. Bewegung betont das gesellige Miteinander, bei dem der Spaß an der Sache mehr im Zentrum des Geschehens steht als der Wettkampf. Jugendliche haben Bedürfnisse
nach Abenteuer, Risiko und körperlicher Selbst- und Grenzerfahrung.
Diese Bedürfnisse bieten die Grundlage für die Gestaltung von Angeboten, die eine bewusste Körperwahrnehmung zum Ziel haben. Stressbewältigung stellt die Fähigkeit dar, mit den altersspezifischen Anforderungen des Lebens fertig zu werden. Entspannungsangebote helfen Sensibilität für eigene Bedürfnisse und persönliche Grenzen zu entwickeln.

Nachhaltige Wirkung für den Alltag
Nachhaltigkeit beinhaltet, dass eine Maßnahme über die aktuelle Wirkung hinaus im Denken und Verhalten der Jugendlichen langfristig bestehen bleibt. Wenn der junge Mensch zukünftig aus der Vielzahl der Möglichkei- ten die gesunde Alternative wählt, ist das Ziel erreicht. Die Gut Drauf-Angebote sollen so gestaltet werden, dass Jugendliche motiviert sind, gesundheitsgerechtes Verhalten selbstverständlich in ihren Lebensalltag zu integrieren. Wiederkehrende Gestaltungselemente und Rituale, die Gesundheit mit Genuss verbinden, erhöhen die Chance der Übernahme gesundheitsbewussten Verhaltens in den Alltag.

Aufgreifen aktueller Jugendkulturen
Aktuelle Jugendkulturen, wie Hiphop und jugendliche Trendsportarten, wie Skaten oder Streetball werden zum Anlass genommen, Events zu gestalten, die Elemente von Bewegung (z.B. Sport und Spielinszenie- rungen), Entspannung (z.B. Massageketten, Fantasiereisen, Entspan- nungs- und Konzentrationsübungen) und Ernährung (z.B. Essensfeste, thematisches Kochen) aufgreifen. Diese Elemente werden zu einem harmonischen Ganzen miteinander verbunden. Die Inszenierung knüpft an Alltagserfahrungen der Jugendlichen an, greift ihre Bedürfnisse nach Abenteuer, Spannung, körperlicher Selbsterfahrung und geistig-seelischer Stimulanz auf und verbindet sie zu einem lustvollen sozialen Erlebnis.

Gesundheit in Szene setzen
Gesundheit ist bei Jugendlichen oftmals mit Verzicht bzw. als Abwesenheit von Krankheit assoziiert. Soll sie zu einem Thema für Jugendliche werden, so ist sie mit positiven Wertvorstellungen wie Fitness, Spaß, Ästhetik, Genuss zu verbinden. Erlebnisse, die diese Werte in eine positive Ver- bindung zum Thema Gesundheit stellen, ohne dies explizit zu benennen oder in den Vordergrund zu stellen, sind gefordert. Die Ereignisse sind so zu inszenieren, dass die Jugendlichen handlungsbezogen mit allen Sinnen angesprochen werden und durch direkte Aktionen Gelegenheit haben, gesundheitliches Verhalten zu erproben und in ihrem Verhaltensrepertoire zu etablieren.

Qualifiziertes Personal
Das Konzept muss von qualifiziertem Personal verantwortet und durch- geführt werden. Geschulte Fachkräfte, die Gesundheitsprogramme in die Praxis umsetzen, stellen die Garantie für die Qualität des Gut Drauf-Konzepts dar. Die fachlichen und sozialen Kompetenzen werden durch Förderung und Weiterbildung erreicht. Die BZgA bietet zu diesem Zweck Schulungen an. Die Zusatzqualifikation richtet sich an Multiplikator/innen aus den unterschiedlichsten Handlungsbereichen.

Partizipation und Teamorientierung
Partizipation steht für die Beteiligung und Mitgestaltung der Jugendlichen an Aktionen und Programmen. Durch die Gestaltung eigener Lebensräume und durch die Möglichkeiten, auf Lebensbezüge Einfluss zu nehmen, soll der Zusammenhang zwischen körperlichem und seelischem Wohlbefinden gefördert werden. Partizipation steigert Eigenverantwortlichkeit und Selbstwertgefühl, betont die emotionale Dimension des Wohlfühlens und soll vorbeugend gegen Stress wirken. Teamorientierung heißt Wohl- empfinden durch Kommunikation und gemeinsames Handeln herzustellen. Teamarbeit stärkt das Selbsterleben, fördert die Kooperationsfähigkeit und beugt Vereinzelung wie Vereinsamung vor. Teamorientierung betont die soziale Dimension des Wohlfühlens.

Qualitätssicherung & Evaluation
Im Rahmen der Qualitätssicherung soll gewährleistet werden, dass das Programm die formulierten Ziele verfolgt. Dazu wird überprüft, wie die Qualitätskriterien umgesetzt werden. Dies geschieht durch Prozess- und Ergebnisevaluation. Die Prozessevaluation klärt die Einsatzmöglichkeiten, den Einsatzablauf der Maßnahmen und Aktionen und die Integration im Praxisfeld. Die Ergebnisevaluation erfolgt durch Teilnehmer/innen- Feedback und durch Mitarbeiter/innen-Befragung. Ziel ist es, die Effekte zu untersuchen und zu messen, die bei den Zielgruppen erreicht werden. Insbesondere werden Einstellungsänderungen und die Übernahme veränderter Verhaltensweisen geprüft. Die Ergebnisse werden zusammen- getragen und wissenschaftlich ausgewertet. Die fachliche Auswertung der Ergebnisse bildet die Basis für die Weiterentwicklung des Konzepts und für die Erarbeitung neuer Praxiselemente. Die Ergebnisse der Evaluation fließen zudem in die konzeptionelle Weiterentwicklung der Qualifizierung und Fortbildung des Personals ein und garantieren die Qualitätssicherung.

Vernetzung
Das Konzept ist breit angelegt und eignet sich für Verbände, Vereine, Schulen sowie für Jugendreiseveranstalter und Gruppenunterkünfte. Das Konzept kann Fachkräfte unterschiedlicher Disziplinen und Felder zusammenführen. Die zusätzliche Vernetzung der unterschiedlichen Gut Drauf-Akteure fördert den Austausch, die Weiterentwicklung und die Qualität von Gut Drauf. Durch Kooperation und Netzwerke werden synergetische Effekte nutzbar, das heißt gegenseitige Anregungen werden institutionsübergreifend verwendbar.
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Kontakt
BZgA - Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Reinhard Mann

Ostmerheimer Straße 220
51109 Köln


Fon:0221/89920

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