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Proaktiv

Gesundheitsförderung für leistungsgewandelte AlgII-Empfänger

1.1.2009

Inhalte des Projekts

Aus der Forschungsliteratur ist bekannt, dass durch Arbeitslosigkeit ge- sundheitliche Folgewirkungen und psychosoziale Schädigungen entstehen können. Andererseits erschweren gerade gesundheitliche Einschränkungen die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt (Hollederer und Brand, 2006). proaktiv soll helfen, die gesellschaftliche und berufliche Teilhabesituation der Langzeitarbeitslosen mit gesundheitlichen Einschränkungen zu ver- bessern.

Für AlgII-Empfänger finden über mehrere Monate 1-2 mal wöchentlich Gruppenveranstaltungen mit folgenden Inhalten statt: Ausdauer-, Kraft-, Koordinations-, Wahrnehmungstraining, Erlernen von Entspannungstech- niken, Wissensvermittlung zu Ernährung und Sucht.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen (40 % Frauen) von proaktiv sind im Durchschnitt 46 Jahre alt. Bei 43 % bestehen Schulden. 52 % haben keinen Schulabschluss, die Dauer der Arbeitslosigkeit beträgt durch- schnittlich 5,6 Jahre. Bei fast 40 % bestehen mehrere Erkrankungen (Multimorbidität). Ein Viertel der Teilnehmer und Teilnehmerinnen hat eine Schwerbehinderung (GdB ≥ 50). Die gesundheitlichen Einschränkungen sind also erheblich und in vielen Fällen bestehen weitere gravierende Integrationshemmnisse.

Nach der Gesundheitsförderung zeigen sich sowohl objektive Verbes- serungen des Leistungsvermögens als auch subjektive positive Effekte. Neben der Verbesserung der physischen Ausdauer bei 68 % der Teil- nehmer/innen konnte bei 36 % eine Verbesserung der Fähigkeit Lasten zu heben, gemessen werden. Subjektiv äußerten 50 %, proaktiv habe auf Fitness, allgemeines Wohlbefinden und soziale Kontakte positive Effekte gehabt, ein Drittel äußerte immerhin teilweise positive Effekte in diesen Bereichen.

Weitere Informationen

Seit 2006 erfolgt proaktiv im Rahmen eines Dienstleistungsauftrags der ARGE Rhein-Erft mit dem Ziel, die Integrationschancen von leistungs- gewandelten AlgII-Empfängern zu verbessern (siehe oben).

Das in dem Projekt gewonnene know-how wurde im Kölner Bündnis für gesunde Lebenswelten zur Erprobung neuer Zugangswege zu der Zielgruppe der Eltern genutzt. Gemeinsam mit dem iqpr wurden neue Wege der Elternansprache konzipiert und durchgeführt.

Träger

Institut für Qualitätssicherung in Prävention und Rehabilitation GmbH an der Deutschen Sporthochschule Köln (Projektleitung: Ricardo Baumann, Annette Röhrig)

Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner


Bisher: ARGE Rhein-Erft
Geplant: VHS, Beschäftigungsträger, Bildungsträger in der Region Köln
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Kontakt
Institut für Qualitätssicherung in Prävention und Rehabilitation GmbH an der Deutschen Sporthochschule Köln

Matthias Mozdzanowski
(Geschäftsführer)

Sürther Str. 171
50999 Köln
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