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FörMig in Köln

Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrations- hintergrund

FörMig in Köln ist ein Bestandteil des BLK-Modellversuchprogramms, dessen vorrangiges Ziel es ist, Förderkonzepte für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund zu evaluieren, um so die geeignetesten herauszufinden und sie modellartig zu verbreiten.

So müssen zuerst Ausgangsdaten ausgewählter Schülergruppen erhoben werden, dann werden bestimmte, von den jeweiligen Schulen ausge- wählte Fördermethoden durchgeführt. Nach einem bestimmten Zeitraum werden wieder Daten erhoben, die dann Aufschluss darüber geben sollen, welche Unterrichtsmethode unter welchen Bedingungen erfolgreich war und sich weiterempfehlen ließe. Zusätzlich wird beschrieben, mit welchen außerschulischen Institutionen / Partnern wie zusammengearbeitet wird, um auch hier herauszustellen, was sich als besonders wirksam gezeigt hat.

In Köln hat man sich zur Aufgabe gemacht, die Wirksamkeit des koor- dinierten zweisprachigen Lernens in der Grundschule in Bezug auf die Verbesserung der Deutschkenntnisse und eine altersgerechte Entwicklung der Muttersprache der beteiligten Kinder zu untersuchen. Darüber hinaus geht es um die Frage, welche Zukunftsperpektiven der Muttersprachliche Unterricht haben kann. Prof. Reich (Koblenz/Landau) ist für die wissen- schaftliche Begleitung der Untersuchungen zuständig.

Mehrere Grundschulen haben schon ihr Interesse an der Teilnahme bekundet, erste Gespräche mit ihnen sind in diesem Monat angelaufen. Im nächsten Schuljahr stehen also die ersten Erhebungen im Rahmen der Progammevaluation an. Sie bestehen aus einer Eingangserhebung zu Beginn des Schuljahres und einer Ausgangserhebung am Ende des Schuljahres.

Eingangserhebung

Die Eingangserhebung soll die Startbedingungen der Kinder erfassen - also ihre sprachlichen Fähigkeiten zu Beginn der Förderung. Das betrifft sowohl ihre sprachliche Kompetenz im Deutschen als auch in ihrer Erstsprache. Für die Programmevaluation ist das der Ankerpunkt, von dem aus eine Beurteilung der späteren Forschritte erst möglich wird. Weitere Beur- teilungskriterien zur Einschätzung der Sprachstände und -fortschritte liefern der Grundintelligenztest (CFT) und Kontextvariablen, die mit einem Elternfragebogen erhoben werden.

A. Sprachstandserhebung

Die Sprachstandserhebung dieser Altersgruppe wird im Rahmen der Pro- grammevaluation mit HAVAS 5 (Hamburger Verfahren zur Analyse des Sprachstandes von 5 - 7-jährigen) durchgeführt. Sie soll im Deutschen und möglichst in der Erstsprache (soweit eine entsprechende Auswer- tungsversion vorhanden ist) durchgeführt werden.

Die HAVAS-Erhebung wird pro Kind als 5-10minütiges Einzelinterview durchgeführt. Das Gespräch wird mit einem akustischen Aufzeichnungs- verfahren festgehalten. Ergänzend wird zu jedem Interview ein deskriptiver Erhebungsbogen angelegt. Zwischen der Erhebung im Deutschen und in der Erstsprache sollte optimal ein Zeitraum von etwa 8 Tagen liegen, auch ein kürzerer zeitlicher Abstand ist möglich, insbesondere wenn ein Wochenende dazwischen liegt.

Die Gruppenauswertung erfolgt durch den Programmträger. Auf Wunsch werden neben Gruppenergebnissen individuelle Rohauswertungen an die Basiseinheiten nach ca. 4 Monaten zurückgemeldet. Wird HAVAS 5 als individualdiagnostisches Instrument eingesetzt, wird die zusätzliche Auswertung durch die beteiligten Pädagoginnen und Pädagogen dringend empfohlen.

B. Grundintelligenztest

Für die Programmevaluation wird nur ein Ausschnitt des Grundintelligenz- tests CFT ("Cultural Fair Intelligence Test" verwendet. Der verwendete Untertest bildet für sich genommen keine ausreichende Basis für eine individuelle Diagnose der Grundintelligenz insgesamt. Er dient ausschließ- lich der fairen Einschätzung der Ergebnisse der Sprachstände und -fortschritte im Rahmen der statistischen Auswertung. Der empirische Zusammenhang zwischen sprachlichen Kompetenzen und kognitiven Fähigkeiten soll statistisch kontrolliert werden, um die Wirkung der sprachlichen Förderung gerechter beurteilen zu können. Für diesen Zweck ist der Untertest ausreichend. Darüber hinaus besteht für die Programm- evaluation hinsichtlich der kognitiven Fähigkeiten der beteiligten Kinder kein Erkenntnisinteresse.

Die verwendeten Subtests 3 bis 5 beanspruchen zusammen 16,5 Minuten, für die Erläuterung müssen jeweils einige Minuten dazu gerechnet werde.

C. Elternfragebogen

Mit dem Elternfragebogen werden Kontextvariablen erhoben. Sie beziehen sich auf den Sprachgebrauch, sprachlichen Unterricht, Leseverhalten, den sozioökonomi-schen Hintergrund und soziodemografische Angaben. Auch diese Informationen die-nen der differenzierten Einschätzung von Sprach- ständen und -fortschritten. Das Ausfüllen des Fragebogens ist freiwillig. Weil es sich um wichtige Rahmendaten han-delt, sollten möglichst viele Eltern zur Teilnahme motiviert werden.

Der Elternfragebogen umfasst 28 Fragen. Der Fragebogen wird nach Möglichkeit den Eltern direkt übergeben (beim Abholen des Kindes aus der Schule, am Elternabend o. ä.). Andernfalls wird er den Kindern nach Hause mitgegeben. Er ist möglichst am nächsten Tag - von den Eltern ausgefüllt - wieder mitzubringen.

Ausgangserhebung

Die Ausgangserhebung besteht ausschließlich aus Sprachstandserhe- bungen (HAVAS 5) im Deutschen und in der Erstsprache. Sie wird am Ende des Schuljahres durchgeführt, um Fortschritte der Förderung zu erfassen.
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Kontakt
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Bezirksregierung Köln

Dezernat 41
Zeughausstr. 2-10
50606 Köln

Tel.: 0221/147-2217
Fax: 0221/147-2498

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