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Unterrichtsentwicklung

01.08.2011

Neues Beratungsangebot im Regionalen Bildungsbüro zur Unterrichtsentwicklung

Puzzle - Köln startet durch - Selbständige Schule
Bildungsbiografien gestalten - Bildungsbiografien ohne Brüche ermöglichen. Dies sind Ziele, die in der "Strategischen Planung der Regionalen Schullandschaft Köln" (Ratsauftrag Januar 2008) fest verankert sind und die voll umfänglich in den zwischen dem Land NRW und der Stadt Köln abgeschlossenen Kooperationsvertrag zur Weiterentwicklung des Bildungsnetzwerkes in der Bildungsregion Köln eingeflossen sind.

Vor diesem Hintergrund stellt das Land den Regionen jeweils eine pädagogische Fachkraft in den Regionalen Bildungsbüros zur Verfügung.

Frau Schlösser berät im Regionalen Bildungsbüro Köln Schulen, die den Prozess der Unterrichtsentwicklung fortsetzen oder beginnen wollen.

Das Beratungsangebot wendet sich an Schulleitungen, Fortbildungskoordinatoren und schulische Steuergruppen.

Schulinterne Lehrerfortbildung zur systematischen Unterrichtsentwicklung


Unterrichtsentwicklung ist ein kontinuierliches Geschäft von Schule, von Lehrerinnen und Lehrern. So wie sich unsere Gesellschaft und die Kinder und Jugendlichen verändern, so muss sich auch der Unterricht weiter entwickeln. Wesentliche Merkmale unserer Gesellschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts wie die verkürzte Halbwertzeit des Wissens, die veränderten Anforderungen der Arbeitswelt und der demografische Wandel bedingen, dass die Fähigkeit und Motivation zum lebenslangen Lernen oder zum Arbeiten im Team zu Kernkompetenzen geworden sind, die auch in Schule vermittelt, gefördert und gefordert werden müssen.

Es ist davon auszugehen, dass es wesentlich von den Lernerfahrungen der Kinder und Jugendlichen in der Schule abhängt, wie gut oder wie schlecht dieses lebenslange Lernen oder die Teamarbeit "funktioniert". Damit es gut funktioniert, dürfen die Lernerfahrungen nicht davon abhängig sein, welche Lehrkraft die Kinder und Jugendlichen erlebt haben oder an welcher Schule sie waren. Unsere Gesellschaft, jede Kommune und jede Schule muss sicherstellen, dass alle Schülerinnen und Schüler einer Schule bzw. einer Bildungsregion die gleichen Chancen zum Erwerb der notwendigen überfachlichen Kompetenzen bekommen.

Unterrichtsentwicklung = Schulentwicklung

In den Projekten "Schule & Co" (1997 - 2002) sowie "Selbstständige Schule" (2002 - 2008) wurde festgestellt, dass eine systematische, die ganze Schule erfassende und damit auch alle Schülerinnen und Schüler erreichende Unterrichtsentwicklung möglich ist, wenn

  • der erste Ansatz zur Unterrichtsentwicklung überfachlich erfolgt. Dadurch nehmen alle Lehrkräfte in einer Klasse, Jahrgangsstufe oder in einem Bildungsgang die gesamte Kompetenzentwicklung einer Schülerin bzw. eines Schülers in den Blick.

    Die fachbezogene Unterrichtsentwicklung allein hat bisher selten zu einer gesamtschulischen Unterrichtsentwicklung geführt, weil die "Fachbrille" den Blick auf die Gesamtentwicklung der Kompetenzen eines Kindes oder Jugendlichen verhindert und "Fächeregoismen" oft geradezu eine schulinterne Verständigung über alle Fächer hinweg behindern.
  • zur Unterrichtsentwicklung sog. "professionelle Lerngemeinschaften" gebildet werden, d. h. dass die Lehrkräfte, die in einer Klasse, Jahrgangsstufe u.s.w. unterrichten, sich auch gemeinsam im Hinblick auf Unterrichtsentwicklung fortbilden, nach der Fortbildung weiter zusammen an der Entwicklung des Unterrichts arbeiten und sich gegenseitig unterstützen.
    Dazu ist die Installation verlässlicher Teamstrukturen in der Schule notwendig.
  • in der Schule Steuerungsgruppen vorhanden sind oder eingerichtet werden, die die Zusammenarbeit der Kolleginnen und Kollegen bei der Fortbildung und der daraus resultierenden kontinuierlichen Unterrichtsentwicklung strukturieren und evaluieren.

    Nähere Informationen über schulische Steuergruppen finden Sie unter den Materialien.
  • die Schulleitung die Schulentwicklung durch systematische Unterrichtsentwicklung inhaltlich priorisiert, durch die notwendigen organisatorischen Rahmenbedingungen (wie Zeit und Teambildungen) unterstützt und sich auch aktiv am Prozess beteiligt.
  • die Eltern über das Vorhaben zur Unterrichtsentwicklung nicht nur informiert sondern auch inhaltlich mit einbezogen werden, so dass sie die Vorteile für die Bildung ihrer Kinder erkennen können und den Fortbildungs- und Unterrichtsentwicklungsprozess unterstützen.
Ausgelöst durch die relativ schlechten Ergebnisse der deutschen Schülerinnen und Schüler bei internationalen Leistungsvergleichsstudien gibt es mittlerweile viele Angebote zur Unterrichtsentwicklung, von denen aber nur wenige den v. g. Qualitätskriterien für systematische Unterrichtsentwicklung und damit auch für Schulentwicklung entsprechen.
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Kontakt
Dörte Eckermann

Regionales Bildungsbüro Köln

Amt für Schulentwicklung der Stadt Köln

Willy-Brandt-Platz 3
50679 Köln

Tel.:(0221)221-21344
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