Home   |   Sitemap   |   E-Mail senden   |   Impressum   |   Hilfe
bildung.koeln.de – Das Kölner Bildungsportal Ein Service von Lernende Region Netzwerk Köln

NRW-Arbeitsminister: „Wir bieten Förderschülern einen optimalen Berufseinstieg“

Mit „STAR“ leichter von der Schule in die Ausbildung

8.12.2009

Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf aufgrund geistiger oder körperlicher Behinderungen sollen künftig einen leichteren Einstieg ins Berufsleben erhalten. „Mit dem neuen Projekt „STAR“ (Schule trifft Arbeitswelt – zur Integration schwer behinderter Jugendlicher) wollen wir mit vereinten Kräften dafür sorgen, dass mehr Schülerinnen und Schüler durch individuelle Beratungen und Praktika in reguläre Ausbildungen und Beschäftigungsverhältnisse kommen“, sagte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann in Düsseldorf. „Deutlich mehr Schul- abgängern soll eine Alternative zu dem bisher üblichen Besuch einer Werkstatt für behinderte Menschen geboten werden“, sagte Laumann.

„Für Jugendliche mit schwerer Behinderung ist es eine besondere Herausforderung, einen Beruf zu finden. Deshalb stehen wir ihnen mit diesem Projekt gezielt zur Seite. Mehr Unterstützung bei der Suche nach einem Arbeitsplatz ist ein echter Fortschritt im Sinne von Integration Jugendlicher mit Schwerbehinderung in die Gesellschaft“, erklärte Schulministerin Barbara Sommer. Auch für Arbeitsminister Laumann steht fest: „Wir optimieren die Rahmenbedingungen und verbessern damit die Chancen der Jugendlichen auf den Berufseinstieg nachhaltig.“ Martina Hoffmann-Badache, Sozialdezernentin beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) in Köln, erklärte: „Unser Ziel ist eine individuelle und passgenaue Unterstützung, so dass jeder behinderte Mensch den für ihn passenden Arbeitsplatz bekommen kann.“ So argumentierte auch Matthias Münning, Sozialdezernent beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Münster: „Wir haben festgestellt, dass mehr Jugendliche aus den Förderschulen als bisher eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt haben, wenn man sie früh individuell begleitet.“

Finanziert wird das Projekt vom nordrhein-westfälischen Arbeitsminis- terium mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von 936.000 Euro. In derselben Höhe beteiligen sich die beiden Landschafts- verbände Westfalen-Lippe und Rheinland als Projektträger. Bei der Umsetzung von „STAR“ auch dabei sind das nordrhein-westfälische Ministerium für Schule und Weiterbildung sowie die Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit.

In der Praxis sieht „STAR“ folgendermaßen aus: Case-Manager der von den Landschaftsverbänden getragenen Integrationsfachdienste arbeiten bereits in den Schulen mit den Schülern, ihren Eltern und den Lehrern eng zusammen und knüpfen gleichzeitig Kontakte zu Betrieben. Potentielle Arbeitgeber werden in Pools erfasst, um unter anderem Partnerschaften zu den Schulen herzustellen und zu pflegen. In jedem Landesteil wird zudem eine Koordinierungsstelle eingerichtet, aus der heraus unter anderem Netzwerkkonferenzen der beteiligten Akteure organisiert werden.

„Bei dem Projekt geht es vor allem darum, für die Schülerinnen und Schüler den individuell bestmöglichen Übergang von der Schule in den Beruf zu organisieren“, betonte Minister Laumann. Die Beratung der Jugendlichen beginnt bereits in der 8. Klasse. Hinzu kommt eine verbindliche Berufswegeplanung einschließlich Praktika und Betriebs- erkundungen. Auch werden die Kooperationsstrukturen der beteiligten Akteure verbessert.
Finden leicht gemacht
Institutionen finden
Kurse finden
Artikel finden
Veranstaltungstipp
Dietmar Hagen Horn: "Hobalala"
So. 20.04.2014,
[mehr]
Aktuelles
Studie: Bundesländer geben 2,6 Milliarden Euro pro Jahr für Förderschulen aus - gemeinsames Lernen aber deutlich erfolgreicher [mehr]
Weitere Infos
Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW
Artikel drucken Artikel drucken Artikel als PDF Artikel als PDF zum Seitenanfang zum Seitenanfang