Gesundheitskonferenz fasst zukunfts-
weisende Beschlüsse
Die Kommunale Gesundheitskonferenz Köln unterstützt das "Kölner Bündnis für Gesunde Lebenswelten" und die „HealthRegion CologneBonn“
1.1.2009
Die 17. Sitzung der Kommunalen Gesundheitskonferenz KGK Mitte November 2008 stand ganz im Zeichen von zwei gewichtigen und vordringlichen Themen. Zum einem ging es um ein „Kommunales Gesundheitskonzept für Menschen mit Migrationshintergrund in Köln“. Ein weiteres Thema war die Bündelung aller Kölner Gesundheitsaktivitäten von Einzelmaßnahmen im „Veedel“/ Sozialraum bis hin zum regionsweiten gesundheitswirtschaftlichen Gesamtkonzept „HealthRegion CologneBonn“.
Auf der Grundlage eines von einer Arbeitsgemeinschaft der KGK erarbeiteten Papiers diskutierten die Teilnehmer der Konferenz die gesundheitliche Situation von Menschen mit Migrationshintergrund in Köln. Nicht überraschend, aber von besonderer Wichtigkeit ist dabei die Tatsache, dass Gesundheitsprobleme von Migranten häufig mit sozialer Benachteiligung einhergehen. Arme Deutsche und arme Migranten haben sehr ähnliche Probleme. Die vorgeschlagenen zehn Handlungs- empfehlungen reichen von der Verbesserung der Sprachkompetenz und der Verbesserung der Kenntnisse über das Deutsche Gesundheitssystem bis zur Ausbildung von muttersprachlichen Gesundheitslotsen.
Netzwerke mit kleiner und großer Reichweite verbinden
Die KGK wird zur Verbesserung der Lage eng mit dem Bündnis „HealthRegion CologneBonn“ und dem „Kölner Bündnis für Gesunde Lebenswelten“ kooperieren. Das Kölner Aktionsbündnis konzentriert sich insbesondere auf die gesundheitliche Situation von Kindern und Jugendlichen im Veedel. Dieser sozialräumliche Ansatz zur Vernetzung der unmittelbar vor Ort tätigen Akteure von Wohlfahrtspflege bis hin zu ehrenamtlich Tätigen, von städtischen Ämtern bis hin zur Deutschen Sporthochschule und dem Stadtsportbund bildet das ideale Gegenstück zur HealthRegion CologneBonn. Diese Kooperation umfasst die drei Städte und vier Landkreise im Kölner Raum. In ihr schließen sich Wissenschaft und Wirtschaft von IHK bis Max-Planck-Institut zusammen, um die Kölner Region als Standort der Gesundheitswirtschaft fit zu machen, wie es auch in anderen vergleichbaren Regionen Deutschlands geschieht.
Gesundheitsdezernentin Marlis Bredehorst zu den Ergebnissen der Gesundheitskonferenz, die sie als Vorsitzende leitet: „Bei beiden Themenbereichen – also sowohl beim Kommunalen Gesundheitskonzept für Migranten als auch bei der Vernetzung der Kölner Aktionsbündnisse im Gesundheitsbereich – haben wir uns anspruchsvolle Ziele gesetzt. Ein erster wichtiger Schritt wurde hier getan. In der Feinabstimmung und in der Umsetzung bleibt aber noch viel zu tun.“