Mülheimer Bildungsbüro eröffnet
"Eine große Chance für Köln"
28.11.2011
Das Mülheimer Bildungsbüro ist ein Teilprojekt des umfassenden Strukturförderprogramms "Mülheim2020". Mit dem Mülheimer Bildungsbüro sollen die Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen im Programmgebiet verbessert werden
Vor mehr als 70 geladenen Gästen, darunter die Regierungspräsidentin Gisela Walsken, die Leiterin des Amtes für Stadtentwicklung Maria Kröger und die Leiterin des Amtes für Weiterbildung Gabriele Hammelrath, eröffnete Oberbürgermeister Jürgen Roters offiziell das Mülheimer Bildungsbüro in der Julius-Bau-Straße.
Mit dem Mülheimer Bildungsbüro sollen die Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen in Mülheim, Buchheim und Buchforst erhöht werden. Die drei Stadtteile lägen beim Bildungsniveau hinter anderen Bezirken, sagte Regierungspräsidenten Gisela Walsken. Dies sei eine Folge der Strukturveränderungen der letzten Jahrzehnte. Mit dem nun eröffneten Büro gebe es eine wichtige Einrichtung, die die notwendigen Veränderungen anstoßen könne.
"Gekommen um zu bleiben"Als eine "große Chance für die Region", bezeichnete Oberbürgermeister Roters das Projekt, und Geschäftsführer Kai Sterzenbach betonte die Nachhaltigkeit des Strukturförderprogramms: "Wir sind gekommen um zu bleiben."
Das Projekt
Mülheimer Bildungsbüro stellt eine Vor-Ort-Einrichtung des Strukturförderprogramms
Mülheim2020 im Programmgebiet dar. Projektträger ist die Lernende Region - Netzwerk Köln e. V. (LRNK e. V.). Der Verein initiiert und begleitet in enger Abstimmung mit der pädagogischen Leitung des Regionalen Bildungsbüros und der Bezirksregierung und den zuständigen Fachämtern die folgenden Schulprojekte organisatorisch und inhaltlich:
- Erfolgreiche Schule Mülheim: In diesem Projekt sollen der Unterricht durch Sprachförderung, Vermittlung von Lernkompetenzen und Gesundheitserziehung optimiert und eine modellhafte Bildungsregion aufgebaut werden.
- Verstetigung der schulischen Sprachförderung: In diesem Projekt steht die Förderung der sprachlichen Kompetenz von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte und Kindern aus sozial schwachen Familien im Vordergrund. Darüber hinaus soll eine bessere Grundlage für die Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben geschaffen werden.
- Stärkung der Ausbildungsfähigkeit durch den Einsatz russisch- und türkischsprachiger Integrationskräfte: Ziel des Projektes ist es, Schülerinnen und Schülern mit russisch- und türkischsprachigem Migrationshintergrund neben dem Unterricht eine zusätzliche individuelle Förderung in kleinen Gruppen anzubieten. Dies gilt sowohl für den Deutsch- wie den Fachunterricht.
- Selbstlernzentrum Modemannstraße: In diesem Teilprojekt werden Jugendliche mit kaufmännischer Berufsperspektive bei der Qualifizierung für einen Ausbildungsplatz unterstützt.
- IT-Offensive Mülheim 2020: Das Teilprojekt zielt darauf ab, die IT-Kompetenz der Schülerinnen und Schüler der 15 weiterführenden Schulen im Programmgebiet auszubauen, zu verbessern und dabei auf ihre individuellen beruflichen Perspektiven und Wünsche zu zuschneiden.
Stadtteilmanagement und die Vernetzung Schule/Bildung
Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt ist die Vernetzung im Bereich Schule/Bildung durch die Initiierung und Etablierung eines "Forum Bildung Mülheim". Geschaffen werden soll eine verbindliche Zusammenarbeitsstruktur zur Unterstützung sämtlicher Teilprojekte im Handlungsfeld Bildung und zur Einbettung in die bildungspolitischen Aktivitäten von Stadt, Bezirksregierung und Land.
Das Stadtteilmanagement im Programmgebiet intensiviert die Netzwerkarbeit zur Entwicklung stabilisierender und nachhaltiger Strukturen.